wuff!

die spinnen, die riesen. nichts neues, ich weiß. aber ich muss vorne anfangen.
es
ging damit los, dass sie plötzlich wieder anfingen, ihre sachen in die
großen säcke zu packen. wie immer waren sie zu spät dran und total
hektisch. ich legte mich vor die tür, damit sie mich nicht vergaßen.
dieses mal packten sie aber nicht nur ihre ersatzfelle und das futter
für mich ein, sondern auch futter für sich. das fand ich seltsam.
irgendwie war das sehr viel zeug, und ich stellte mich schon auf eine
lange reise ein. vielleicht brachten sie mich ja auch wieder zu den
ersatzriesen, bei denen es immer so lustig ist und fuhren allein weiter?
man weiß bei denen ja nie.

wir fuhren dann mit der fahrenden
hundebox los, aber es dauerte gar nicht so lang. nicht mal halb so lang
wie zwischen zwei fressen. als es hügeliger wurde, schwante mir nichts
gutes. irgendwie kam mir die gegend bekannt vor. als ich dann das bellen
hörte, wusste ich es: das würde wieder eins dieser anstrengenden
wochenenden werden. mit vielen anderen kumpels, vielen riesen und wie
immer viel zu wenig schlaf und natürlich zu wenig fressen. wir kamen an
so einer art eingezäunter hundewiese an, die ein bisschen anders aussah,
als die vom letzten jahr. wharscheinlich war die eingezäunt, damit sich
die riesen nicht verlaufen konnten. kaum stieg ich aus der box, ging
das geplärre schon los. dass die kumpels immer so viel krach machen
müssen! sollten sich mal ein beispiel an mir nehmen.

also, ich
stieg aus, und hinterm zaun stand ein ganzer haufen anderer hunde.
einige kannte ich. buddy und ebony waren zum glück da, aber dann sah ich
sofort die nordische spaßbremse und wusste: das wird wieder nix mit dem
raufen mit buddy. da wollte ich am liebsten wieder umkehren. aber die
riesen machten das tor auf und sofort war ich umringt.

als
nächstes sah ich die kleine faltige vom letzten jahr, sie war aber viel
größer als vorher. naja, sie war immer noch kleiner als ich, und das
gesicht sah noch genauso aus. bud und eb begrüßten mich freundlich, in
der zweiten reihe sah ich den rumänen und den kleinen schwarzen mit dem
ringelschwanz und einen großen schwarzen, den ich nicht kannte. da
wollte ich erst recht wieder weg, denn der rumäne nervte mich ja schon
letztes jahr und der große schwarze sah auch nicht so übermäßig
freundlich aus.

aber die riesen sind ja manchmal echt stur – vor
allem meine! erst schöpfte ich hoffnung, weil die riesin wegging und ich
ihr zum auto folgen konnte. sie sagte aber, dass ich reingehen sollte,
also fügte ich mich in mein schicksal. ich ging erstmal rum und
untersuchte alles. es war ziemlich doof dort, denn die riesen hatten das
futter in einer riesigen hundehütte versteckt, in die ich nicht
reinkam. wie fies!

ich stromerte also so rum und guckte immer
wieder, ob ich nicht doch abhauen könnte. aber das tor blieb zu. ein
gutes hatte das ganze: dieser fiese blonde war nicht da, der mich
letztes jahr immer so gemaßregelt hat. ein glück. der große schwarze
versuchte zwar, in seine fußstapfen zu treten, aber das ließ ich mir
nicht gefallen. naja, der erste abend ging dann halt so rum mit den
üblichen beschäftigungen: rumlaufen, schnüffeln, ein bisschen zoffen und
bellen (die anderen jedenfalls). ich war froh, als wir ins bett gingen.

am
nächsten tag kam eine neue. die war schnuckelig und zeigte mir sofort
ihren bauch. ein bisschen dünn war sie, aber sehr niedlich. und
furchtbar schüchtern. ich glaube, sie mochte mich auch, konnte das nur
nicht so richtig zeigen. der große schwarze gab dann endlich ruhe, denn
hatte er gleich morgens eine dusche gekriegt, erzählten mir die anderen.
einmal versuchte ich noch zu fliehen, aber außer einem riss im fell
brachte mir das nichts ein. also beschloss ich, doch da zu bleiben.

nachmittags
gingen wir in den wald, aber die riesin ging nicht mit. recht hatte
sie, denn es war viel zu warm, und ich wäre gern wieder umgekehrt. als
ich mich nach der wanderung mit letzter kraft richtung hundewiese
schleppte, stieg mir plötzlich ein wunderbarer duft in die nase. und
dann sah ich sie: eine unglaublich lecker riechende hündin stand vor
mir. ich war total berauscht. nachdem der große blonde riese aber ihre
riesin angebellt hatte, wurde sie gleich wieder weggefahren. und ich
hätte so gern die ganze nacht an ihr gerochen. riesen sind in wahrheit
die eigentlichen spaßbremsen.

gegen abend lagen wir alle kaputt
rum, die riesen spinnen ja auch, mit uns bei der hitze stundenlang
rumzulaufen. ich vermisste mein kissen. buddy war auch fertig und wollte
nicht spielen. er schlief so fest, dass eine schnecke auf ihm rumkroch.
die riesen saßen die ganze zeit rum, legten ihre beute aufs feuer, aßen
die auf und gaben uns natürlich nichts ab. wie gemein. als ich eine
vergessene wurst vom feuer nehmen wollte, kriegte ich gleich wieder
einen anschiss. außerdem bellten sie sich die ganze zeit an. ich
verstehe immer nicht, wieso riesen immer so viel bellen müssen. ob die
sich das von ihren hunden abgucken? kann aber eigentlich nicht sein,
denn meine riesen bellen auch viel, aber von mir können sie das nicht
haben.

was war sonst noch? es waren also ein paar bekannte vom
letzten jahr da: die kleine, die immer diese riesigen stöcke schleppte.
die kleine faltige, die plötzlich auch bellen konnte. der kleine mit dem
ringelschwanz. der war auch frustriert, dass die futterhütte
verschlossen war. dann natürlich die nordische spaßbremse, die sich aber
dieses jahr einigermaßen zurückhielt. und seine mitbewohnerin, die
nordische, die dieses jahr aber gar nicht sang, und der doofe rumäne.
dann war da noch die helle, die dieses jahr gar nicht dieses lustige
gerenne um das feuer anfing. komisch. dann das rudel aus dem wald, mit
dem wir ja schonmal spazieren waren: die komisch gescheckte, der pudel,
der stille und das gelbe dings. ach ja, noch eine neue (außer der
niedlichen schlanken *seufz* und dem großen schwarzen) war auch da: eine
ganz kleine, die sich immer aus allem raushielt. nachdem sie in unserer
wasserschüssel gebadet hatte, wollte keiner von uns mehr daraus saufen.

also,
ich weiß immer noch nicht so recht, warum meine riesen immer da
hinfahren. ich bin danach immer ziemlich fertig, und ich habe den
verdacht, dass genau das ihr plan ist.

cheers,
mccoy

2 Kommentare
  1. aboese sagte:

    wuff merlin,
    warum grummelst du denn so *flöt* 😉
    jedenfalls war ich kaum erstarrt dieses jahr. kann mir gar nicht erklären, woran das lag.
    cheers,
    mccoy

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