was muss ein hund eigentlich können?

… das habe ich mich heute beim morgendlichen Gang mit Marlowe gefragt. Inzwischen hat der Strubbel nämlich schlappe 60 cm Schulterhöhe und die 25-Kilo-Marke gerissen. Und wir wissen nicht, wo das noch hinführt – eigentlich sollte er jetzt mal aufhören zu wachsen, ich habe da aber gewisse Zweifel (er ist noch nichtmal 8 Monate alt). Wenn die Sache also in Richtung 35 Kilo und 65 cm Höhe geht, ist ein gewisser Grundgehorsam einfach unerlässlich – natürlich gilt das für alle Hunde, aber bei großen ist es nochmal wichtiger. Auf die Pubertät in ihrer vollen Schönheit warten wir immer noch, er ist weiterhin ein sehr liebenswürdiger Kerl und scheint auch noch nichts Gelerntes aufgrund des Hormonflashs vergessen zu haben.

20160828_095902Doch zurück zur Ausgangsfrage: Was soll ein Hund können? So viel ist das doch eigentlich gar nicht (Achtung, subjektive Auflistung, Grundsätzliches wie Stubenreinheit mal ausgenommen):

  • an der Leine laufen, ohne dem Zweibeiner am anderen Ende die Schulter auszukugeln
  • allein bleiben, ohne die Wohnung umzudekorieren oder die Nachbarn mit jaulenden Gesängen zu verwöhnen
  • zuverlässig abrufbar sein
  • ein Verhalten unterbrechen
  • sitzen- oder liegenbleiben, wenn es die Situation erfordert
  • Fressbares (und vermeintlich Fressbares), das rumliegt, nicht inhalieren
  • auf Distanz anhalten und/oder sitzen (z. B. am Straßenrand oder bei entgegenkommenden Personen)

Oft wird zum Grundgehorsam noch das Kommando „Fuß“ gezählt, das ich persönlich aber nicht so wichtig finde. Wenn der Hund an lockerer Leine dicht bei mir geht, reicht mir das.

Ist das jetzt wenig? Nicht wirklich – wenn man bedenkt, dass jedes Kommando häufig wiederholt und vor allem in vielen verschiedenen Umgebungen geübt werden muss, bevor es sitzt. Hier habe ich einen interessanten Artikel darüber gefunden, wie Hunde lernen.

Nachtrag: Und bei Welpenerziehung24.de (bisschen seltsame URL für eine allerdings sehr brauchbare Seite) habe ich einen Artikel über die wichtigsten Grundlagen gefunden, dem ich ziemlich zustimme (bis auf das mit der Box, aber das ist ein anderes Thema).

Wir üben jedenfalls gerade schwerpunktmäßig die Leinenführigkeit und die Impulskontrolle, denn schon jetzt ist der Kerl schwer zu halten, wenn er begeistert auf irgendwas losrennt (und er ist oft begeistert). Alles andere wird so nebenbei geübt und wiederholt, und ich bin wirklich froh, wenn er diese Basics alle kann. Damit ich endlich anfangen kann, ihm allen möglichen lustigen Quatsch beizubringen :-)).

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  1. […] beste Mittel gegen das Verschlucken von Dingen, die nicht in den Hund gehören, ist Erziehung. Daran arbeiten wir natürlich, aber mit knapp 8 Monaten klappt das eben noch nicht zuverlässig. […]

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